Unser Musikverein stellt sich vor

Der Musikverein Aigen-Schlägl besteht aktuell aus 43 Musikerinnen und Musiker. Davon sind 16 weiblich und 27 männlich. Der Altersdurchschnitt liegt im Verein bei 34 Jahren. Fünf Marketenderinnen verschönern bei jeder Ausrückung unseren Verein.

Marketenderinnen

Marketenderinnen – sie sind viel mehr als nur schmückendes „Beiwerk“ zur Musikkapelle

Die Geschichte der MarketenderInnen geht ins Mittelalter zurück. Damals wurden die militärischen Truppen von „Händlern“ begleitet, welche die Soldaten mit Waren und Dienstleistungen des täglichen, privaten Bedarfs versorgten.

Heute hat der Begriff der Marketenderin aber wieder seinen festen Platz gefunden. Marketenderinnen sind Frauen, die eine Marsch- oder Blaskapelle begleiten und die Musiker und Zuschauer mit Getränken (Schnäpsen) versorgen. In der modernen Marschmusik sind Marketenderinnen nicht mehr wegzudenken. Sie begleiten die Kapelle bei fast jeder Ausrückung und sind somit ein fixer Bestandteil dieser.

Bereits seit über 20 Jahren sind Judith Furtmüller bzw. seit 2010 Jasmin Barth in dieser Funktion tätig.

Unsere Musikantin Jana Autengruber steht uns seit 2014 bei vielen Ausrückungen zur Verfügung, da Oboe spielen und Marschieren gleichzeitig nicht möglich ist.

2017 durften wir unsere Neuzugänge Katja Bieringer, Daniela Kroiß und Bettina Bühler im Musikverein Aigen-Schlägl begrüßen.

Querflöte

Querflöten und Piccolos wurden früher aus Holz hergestellt. Sie zählen daher zu den Holzblasinstrumenten. Man verwendete dazu das afrikanische Grenadill oder das seltene Cocusholz. Seit Ende des 19. Jahrhunderts werden diese Instrumente aus Metall oder Metalllegierungen hergestellt. Gebräuchlich sind beim Flötenbau Weißgold, Neusilber, Platin, Nickel, Messing, Edelstahl und noch einige andere Metalle wie die häufig verwendete Metalllegierung Neusilber. Die Verwendung von hochwertigen Materialien ist auch der Grund für den besonderen Klang dieses Instrumentes und daher kommen die großen Preisunterschiede beim Kauf. Querflöten kosten zwischen € 200,- und € 6.000,-. Diese Instrumente erfordern – wie alle anderen Instrumente – einen sorgsamen Umgang und eine gründliche Pflege.

Querflöten sind ein beliebtes Instrument für das weibliche Geschlecht. So ist es auch beim Musikverein Aigen-Schlägl. Leider bringt das auch Nachteile für einen Verein, denn viele Flötistinnen verlassen nach einigen Jahren den  Musikverein wieder, weil sie sich dann den Kindern, dem Studium oder dem Beruf widmen.

Die Querflötenspieler im Musikverein Aigen-Schlägl fühlen sich in dieser Gemeinschaft wirklich sehr wohl.

Oboe

Die Oboe (veraltet auch Hoboe; beides Eindeutschungen von frz. hautbois) ist ein Holzblasinstrument mit Doppelrohrblatt. Sie hat ihren Ursprung in der französischen Barockmusik des 17. Jahrhunderts und stellt eine Fortentwicklung der mittelalterlichen Schalmei dar. Hautbois, der französische Name des Instruments, bedeutet so viel wie „hoch klingendes Holzinstrument“ (Kompositum aus haut, „hoch“ und bois, „Holz“).

Klarinette

Die Klarinette zählt zu den Aerophonen(„Luftklinger“) wie alle Blasinstrumente. In weiterer Unterteilung zur Familie der Holzblasinstrumente. Die Klarinette ist ein Einfachrohrblattinstrument, wie das Saxophon. Klarinetten gibt es in verschiedenen Größen.

Die Klarinette in B ist die gebräuchlichste „normale“ Klarinette. Sie hat vorwiegend zylindrische Bohrung. Sie besteht aus Mundstück, Rohrblatt, Fass oder Birne, Oberstück, Unterstück und Schallbecher. Ein Klarinettenton entsteht, indem ein Rohrblatt durch Luft in Schwingungen versetzt wird, und auf dem Mundstück aufschlägt.

Die Klarinette ist ein wichtiges Instrument bei einem Orchester. Sie ist zwar meist nur im Hintergrund zu hören, ohne ihr würden aber die Musikstücke nicht so schön klingen.

Saxophon

Wir – Tina Knollmüller (Tenorsaxophon), Lea Stockinger (Sopran- und Altsaxophon), Kerstin Patrasso (Tenorsaxophon), Georg Mittermaier (Altsaxophon), und Michael Paster (Baritonsaxophon) – sind das Saxophonregister (kurz „d’Sax“).

Auf den ersten Blick unterscheiden wir uns gar nicht großartig von den anderen Registern. Mit 5 Leuten sind wir nicht das größte, aber auch nicht das kleinste Register. Unser Durchschnittsalter liegt bei ca. 24 Jahren – auch das hebt uns nicht aus der Masse hervor, und in der Geschlechterverteilung sind wir ebenfalls fast ausgeglichen…

Wer aber glaubt wir sind „nur“ durchschnittlich, der irrt sich gewaltig! Wir sind nämlich das einzige Register, das innerhalb einer Instrumentengattung gleich 4 verschiedene Bauweisen hat. So ist das Sopransaxophon für die hohen Töne zuständig, während das Baritonsaxophon die tiefen Töne von sich gibt.

Wie ihr auf unserem Registerfoto sehen könnt, kommt der Spaß bei uns nicht zu kurz. Deswegen ist wahrscheinlich auch der Ansturm recht groß und immer mehr Leute wollen zu uns gehören. Um die geeignetsten zu finden, muss eine Aufnahmeprüfung abgelegt werden; und diese besteht darin, ein Stück perfekt vorzutragen – den Deutschmeister Regimentsmarsch. Das ist unser „Registermarsch“ der an keinem Sax-Geburtstag fehlen darf und immer mit vollster Hingabe zum Besten gegeben wird.

Tenorhorn

Die 4 Tenöre - Eigentlich die 3 Tenöre und die Tenoristin. 
Walter Wöss (*1959) aus Rudolfing vom Hoaberger, lebt im Exil in Julbach. Ist auch aktiver Musiker beim MV Julbach. Walter ist 1975 als junga Bua dem MV Aigen-Schlägl beigetreten und wechselte durch seine Heirat mit Heidi nach Julbach. Beruflich leitet er beim Land OÖ die Abteilung Umwelt- und Wasserrecht. Seit 2017 spielt er wieder dahoam in Aigen-Schlägl – er bezeichnet sich selbst als Aushilfsmusiker – wir sehen ihn als einen der Unsrigen.
David Jungwirth (*1990) aus Stangl in Ulrichsberg. Ein musikalisches Multitalent: Gitarre, Trompete, Flügelhorn, Tenorhorn, Quetschn, Keyboard und Gesang sowieso – spielt gemeinsam mit unserem Kapellmeister Werner Wöss bei der Tanzmusik Mühlviertler Granit. Man kann es als „richtige Masn“ sehen, dass er beim MV Aigen-Schlägl mitspielt. Verheiratet ist er seit August 2018 mit Daniela. Beruflich ist er Zerspannungstechniker bei der Firma Peer & Perr in Pfarrkirchen. Seit 2017 ist David aktives Mitglied des MV Aigen-Schlägl.
Markus Barth (*1999) van Boath-Wirtshaus in Aigen-Schlägl, der Gastwirtschaft der wir noch in ewigen Zeiten nochrean werden. Aber vielleicht wird der Markus a Wirt – die Hoffnung stirbt zuletzt. Sein Großvater der Karl war ja auch Musikant und Wirt. Markus befindet sich im Endspurt in der HTL Neufelden. Was er danach macht steht noch in den Sternen – aber wie gesagt, fois er nix wird, wird er a Wirt. Auf jeden Fall bleibt er dem Musikverein treu. Seit 2013 ist Markus aktiver Musiker beim MV Aigen-Schlägl.
Sandra Trautner (*1973), eine Spätberufene, die sich mit 41 noch eingebildet hat ein Blasinstrument zu lernen. „Die Tuba ist zu schwer zum Umanondzan fia di und a Kloane kaffn ma ned“, sagte ihr Mann, deshalb wurde es das Tenorhorn. So wie Walter lebt auch sie im Exil in Rohrbach-Berg. Sandra kümmert sich um den Nachwuchs im Verein: die Bläserklassen und die Jungmusiker. Sie ist Lehrer an der VS Aigen-Schlägl und verheiratet mit Hansi Trautner. 3 ihrer 4 Kinder, Jana, Nicholas und Lea, sind auch im Verein aktiv. Sandra ist seit 2017 aktives Mitglied des MV Aigen-Schlägl.

Trompete

Die Trompete ist kein Instrument für Angsthasen. Ihr heller, lauter und strahlender Ton ist nicht zu überhören und wird häufig für Signale oder für Akzente genützt. Trompeter können sich im Orchester kaum verstecken – doch das hat unser Quartett auch gar nicht nötig.
Johann Trautner ist seit mehr als vierzig Jahren aktiver Musiker. Der langjährige Kapellmeister nimmt seine Kollegen mit viel Erfahrung und mit noch viel mehr Humor unter seine Fittiche.
Uhrmachermeister Peter Wofsik fühlt sich in mitten der funkelnden Blasinstrumente ebenso wohl wie in seinem Schmuckgeschäft.
Für Manfred Wöss sind die Trompete und der Musikverein der ideale Ausgleich zu seiner Arbeit als HTL Lehrer für Elektrotechnik.
Thomas Reiter spielt seit einem Jahr in der Musikkapelle und bereitet sich neben der Schule gerade auf die Prüfung zum bronzenen Leistungsabzeichen vor.

Flügelhorn

Franz Trautner:
Franz zählt zu den eisernen Stützen im Musikverein. Seine Stärken sind neben seinem Gefühl für die verschiedensten Melodien, Notentechnik und Ausdauer. Seine ruhige Art und Verlässlichkeit zeichnen in besonders aus. Bei Marschausrückungen ist "ER" der Mann in der ersten Reihe Mitte. Egal was passiert Franz behält immer die Nerven.
 
Wilfried Berger:
Fridi ist genau wie Franz ein sehr verlässlicher und solidarischer Musiker. Mittlerweile spielt er seit etwa 25 Jahren das 2. Flügelhorn und ist oftmals auch bei Hochzeiten und diversen Spielereien mit einer kleinen Partie anzutreffen. "Normalerweis bi i do" ist sein Spruch wenn bei Proben die Besetzung für die nächste Ausrückung besprochen wird. Fridi ist nebenbei auch noch Gardist und in diesem Verein ebenso ein gefragter Mann.
 
Stefan Gruber:
Stefan ist im zarten Alter von 11 Jahren in den Musikverein eingetreten und stets treugeblieben. Gemeinsam mit Trautner Franz sitzt er am 1. Flügelhorn und macht das Register komplett. Musik ist ein wichtiger Teil seines Lebens - von Polka bis Modern. Mit Fridi ist er nebenbei bei diversen Brautlied- und Hochzeitsspielereien unterwegs. Verlässlichkeit Stabilität und Kameradschaft sind seine Stärken.

Horn

Die ersten Klänge des Horns konnte man schon in grauer Vorzeit vernehmen. Sein Name erhielt das Horn durch seine Urform: das Tierhorn.

Neben den Trommeln gilt das Horn als eines der ältesten Instrumente der Welt. Hierbei handelte es sich meist um Hörner der Cavicornia genannten Tiergruppen (Rindern, Büffeln, Ochsen, Ziegen, usw.).

In der heutigen Form wird es in der Regel in F gebaut, für besondere Anforderungen auch in B. Das Horn besteht meist aus Messing wird aber auch in vereinzelten Fällen auch aus Silberblech hergestellte. Der Ton wird, wie bei allen Blechblasinstrumenten, mit den Lippen erzeugt. Die Schwingung der Lippen wird über das Mundstück in Trichterform in die Röhre übertragen und dort verstärkt.


Der Klang des Waldhorns ist zum großen Anteil der Form des Mundstückes zuzuschreiben. Das Horn hat den größten Tonumfang aller Blechblasinstrumente und ein geübter Hornist kann mehr als 16 Naturtöne erzeugen. Die enge Lage der Naturtöne ab der Mittellage und die damit verbundene Treffsicherheit der Töne verlangen vom Hornisten viel Übung und ein gutes Gehör.

Tuba

Die TUBA ist das tiefste aller Blechblasinstrumente. Sie besitzt drei oder mehrere Ventile und hat ein becherförmiges Mundstück. Das Rohr der Tuba ist zwischen 3,60 Meter und 5,40 Meter lang. Die Tuba umfasst einen Tonumfang von drei Oktaven.

Zwei „gewichtige“ Männer!

Christian auf der F-Tuba und Martin auf der B-Tuba, bilden das musikalische Fundament. Zwischendurch geben sie auch solistische Darbietungen oder Tubasolos in diversen Märschen zum Besten. Damit können sie ihren tiefen Klang und fetten Sound so richtig zur Geltung bringen.

Schlagzeug

Das Schlagwerk ist ein Überbegriff und eine Kombination von vielen verschiedenen Schlaginstrumenten. Es gehören dazu nicht nur die kleine und große Trommel sowie das Drumset, sondern auch Rhythmusinstrumente wie zB das Glockenspiel. Weiters gibt es viele Percussion-Instrumente (Tambourine, Kuhglocke usw.) die das breite Spektrum des Schlagwerks abrunden.

Wir, die Schlagzeuger, sind daher das Größte und natürlich auch lauteste Register im Verein. Das bekommen auch leider oft die armen Kollegen mit, die beispielsweise bei den Proben eine Reihe vor uns sitzen.

Derzeit besteht unser Register aus 8 Personen – bunt gemischt von „ganz jung“ bis „junggeblieben“. Die manchmal unorganisierten sieben männlichen Mitglieder sind froh eine Frau dabei zu haben. Sie sorgt im „organisierten Chaos“ oft wieder für Ordentlichkeit.

Zum Abschluss kann gesagt werden, dass die eigentlichen Tempomacher bei uns im Verein, nicht die Kapellmeister, sondern die dynamische Gruppe in der letzten Reihe ist.